Online-Zahlungen müssen heute vor allem schnell, übersichtlich und flexibel funktionieren. Paysafecard, Skrill und Neteller gehören zu den bekannten Namen, verfolgen aber trotz ihrer gemeinsamen Verbindung zur Paysafe-Gruppe unterschiedliche Ansätze. Besonders beim Geldtransfer, beim Bezahlen im Internet und beim Umgang mit Bankdaten zeigen sich deutliche Unterschiede.
Paysafecard setzt traditionell stark auf das Prepaid-Prinzip und wurde inzwischen mit Wallet- und Kartenfunktionen erweitert. Skrill und Neteller funktionieren dagegen stärker wie klassische digitale Geldbörsen, über die Nutzer Geld empfangen, versenden und bei unterstützten Händlern bezahlen können. Die passende Lösung hängt deshalb weniger vom bekanntesten Namen als vom geplanten Einsatzzweck ab.
Die drei Zahlungsdienste im Überblick
Der direkte Vergleich macht die unterschiedlichen Schwerpunkte schnell sichtbar. Gebühren können sich abhängig von Land, Kontostufe, Einzahlungsmethode und Währung verändern, weshalb vor einer Transaktion immer die aktuelle Preisübersicht des jeweiligen Anbieters geprüft werden sollte. Besonders bei Währungsumrechnungen können Unterschiede spürbar werden.
| Merkmal | Paysafecard / PaysafeWallet | Skrill | Neteller |
|---|---|---|---|
| Grundprinzip | Prepaid-Zahlung und digitale Wallet | E-Wallet und Geldtransfer | E-Wallet und Geldtransfer |
| Online bezahlen | Ja | Ja | Ja |
| Geld an andere Nutzer senden | Eingeschränkter als klassische E-Wallets | Ja | Ja |
| Banküberweisungen | Über PaysafeWallet möglich | Ja | Ja |
| Kartennutzung | Paysafe Debit Mastercard je nach Plan | Skrill Prepaid Mastercard | Net+ Prepaid Mastercard |
| Händlerzahlungen | Schwerpunkt auf Prepaid und Wallet | Mit Wallet-Guthaben möglich | Mit Wallet-Guthaben möglich |
| Währungsumrechnung | Beim Wallet je nach Tarif | Gebühren möglich | Gebühren möglich |
| Für gelegentliche Online-Zahlungen | Besonders interessant | Gut geeignet | Gut geeignet |
| Für regelmäßige Geldtransfers | Weniger im Mittelpunkt | Stark | Stark |
Nutzer sollten außerdem unterscheiden, ob lediglich eine Zahlung an einen Händler oder eine echte Geldübertragung an eine andere Person geplant ist. Skrill und Neteller sind bei klassischen Wallet-Transfers deutlich breiter aufgestellt, während Paysafecard durch das Prepaid-Modell einen eigenen Schwerpunkt besitzt. Genau dieser Unterschied wird bei regelmäßiger Nutzung schnell wichtiger als ein einzelner Gebührenwert.
Paysafecard bleibt nah am Prepaid-Prinzip
Paysafecard wurde vor allem dadurch bekannt, dass Online-Zahlungen mit vorher gekauftem Guthaben möglich sind. Nutzer müssen dem jeweiligen Händler dadurch nicht unmittelbar ihre Bank- oder Kreditkartendaten übermitteln, was für kleinere oder bewusst getrennte Online-Ausgaben interessant sein kann. Die eigentliche Zahlung mit Paysafecard ist grundsätzlich unkompliziert, doch bei länger ungenutzten Gutscheinguthaben oder bestimmten Zusatzleistungen können Gebühren entstehen.
PaysafeWallet erweitert dieses Modell deutlich. Der Dienst bietet inzwischen beispielsweise SEPA-Überweisungen, Kartenzahlungen und je nach gewähltem Tarif unterschiedliche Gebühren für Währungsumrechnungen. Der kostenlose Start-Tarif und der kostenpflichtige Plus-Tarif unterscheiden sich unter anderem bei Karten-, Überweisungs- und Umrechnungskosten.
Paysafecard passt deshalb besonders gut zu Nutzern, die Ausgaben vorher festlegen möchten. Der Dienst ähnelt heute stärker einer Kombination aus Prepaid-System und Wallet, ersetzt aber nicht in jeder Situation eine klassische digitale Geldbörse. Nutzer sollten vor allem prüfen, ob sie lediglich bezahlen oder regelmäßig Geld zwischen Konten und Personen übertragen möchten.
Paysafecard ansehenSkrill setzt auf die klassische E-Wallet
Skrill funktioniert deutlich stärker wie eine digitale Geldbörse. Nutzer können Guthaben aufladen, bei teilnehmenden Händlern bezahlen, Geld empfangen und verschiedene Transfermöglichkeiten verwenden. Händlerzahlungen aus dem vorhandenen Skrill-Guthaben gehören zu den zentralen Funktionen des Dienstes.
Die Gebührenstruktur verdient trotzdem Aufmerksamkeit. Für Deutschland weist Skrill je nach Einzahlungsmethode unterschiedliche Kosten aus, während beispielsweise bestimmte Banküberweisungen kostenlos möglich sein können. Eine Auszahlung auf ein Bankkonto, eine Übertragung zu anderen Diensten oder eine Währungsumrechnung kann dagegen zusätzliche Gebühren verursachen.
Skrill berechnet außerdem eine Servicegebühr, wenn ein Konto über längere Zeit nicht genutzt wird und noch entsprechendes Guthaben vorhanden ist. Regelmäßige Nutzer müssen sich damit normalerweise kaum beschäftigen, während selten verwendete Zweitkonten eher betroffen sein können. Gerade deshalb lohnt sich bei E-Wallets ein gelegentlicher Blick auf Kontostand und Gebührenübersicht.
Skrill kann zudem mit einer Prepaid-Mastercard kombiniert werden. Die Karte erweitert das Wallet über reine Online-Zahlungen hinaus und ermöglicht abhängig von Verfügbarkeit und Kontomodell Zahlungen sowie Bargeldabhebungen. Nutzer sollten dabei Kartenjahresgebühr, Geldautomatenkosten und mögliche Wechselkursgebühren berücksichtigen.
Skrill Konto eröffnenNeteller ähnelt Skrill, setzt aber eigene Akzente
Neteller gehört ebenfalls zur Paysafe-Gruppe und verfolgt ein ähnliches Wallet-Konzept wie Skrill. Nutzer können Geld einzahlen, Guthaben online verwenden, Geld empfangen und Transfers durchführen. Zahlungen an unterstützte Händler werden nach Angaben des Anbieters normalerweise unmittelbar verarbeitet.
Neteller eignet sich deshalb eher für Nutzer, die eine dauerhaft nutzbare digitale Geldbörse suchen. Der Dienst unterstützt neben Händlerzahlungen auch Überweisungen zwischen Neteller-Kunden und verschiedene Möglichkeiten für internationale Geldtransfers. Die tatsächlichen Ein- und Auszahlungsmöglichkeiten hängen allerdings vom Wohnsitzland und vom jeweiligen Konto ab.
Die Gebührenstruktur unterscheidet sich in einigen Punkten von Skrill. Neteller nennt beispielsweise Gebühren für bestimmte Geldtransfers, Bankauszahlungen und Währungsumrechnungen, während das Empfangen von Geld und Händlerzahlungen mit vorhandenem Wallet-Guthaben grundsätzlich kostenlos sein können. Eine monatliche Servicegebühr kann entstehen, wenn ein Neteller-Konto sechs Monate nicht genutzt wird und sich weiterhin Guthaben darauf befindet.
Die Net+ Prepaid Mastercard erweitert auch hier den Einsatzbereich. Nutzer können damit unter entsprechenden Voraussetzungen im Internet sowie im stationären Handel bezahlen und Geldautomaten verwenden. Kartengebühren und Wechselkurskosten sollten vor der Nutzung kontrolliert werden.
Neteller Konto eröffnenGeldtransfer ist nicht überall dasselbe
Eine schnelle Händlerzahlung und eine Geldüberweisung sind zwei unterschiedliche Vorgänge. Paysafecard konzentriert sich stärker auf kontrollierte Prepaid-Zahlungen und die ergänzende PaysafeWallet, während Skrill und Neteller von Beginn an stärker für Wallet-Transfers ausgelegt sind. Nutzer mit häufigen Überweisungen sollten deshalb besonders auf Auszahlungsgebühren, Übertragungskosten und Währungsaufschläge achten.
Skrill und Neteller bieten zahlreiche ähnliche Funktionen, doch ihre aktuellen Gebühren sind nicht identisch. Skrill nennt für Deutschland beispielsweise eine Währungsumrechnungsgebühr von 3,99 Prozent, während Neteller in seiner allgemeinen Gebührenübersicht 4,49 Prozent für bestimmte Währungsumrechnungen ausweist. Schon bei größeren internationalen Zahlungen können solche Unterschiede wichtiger werden als die Kosten einer einzelnen Einzahlung.
PaysafeWallet verfolgt ein anderes Tarifmodell. Der Start- und Plus-Tarif unterscheiden sich unter anderem bei SEPA-Überweisungen, Kartenzahlungen und der Währungsumrechnung. Häufige Nutzer sollten deshalb nicht nur den Jahrespreis, sondern ihre tatsächliche Zahl der Transaktionen vergleichen.
Zahlungen bei Online-Glücksspielangeboten
MediaThor behandelt Zahlungsmethoden auch im Zusammenhang mit regulierten Online-Glücksspielangeboten. Eine vorhandene Paysafecard-, Skrill- oder Neteller-Zahlungsoption sagt jedoch nichts darüber aus, ob ein Glücksspielanbieter in Deutschland erlaubt ist. Nutzer sollten die konkrete Domain und den Betreiber deshalb zusätzlich über die MediaThor GGL-Whitelist beziehungsweise über die amtliche GGL-Liste prüfen.
Die Zahlungsmethode beeinflusst außerdem nicht die gesetzlichen Schutzvorgaben. Das anbieterübergreifende Einzahlungslimit liegt grundsätzlich bei 1.000 Euro pro Kalendermonat, wobei unter festgelegten Voraussetzungen höhere Limits möglich sind. Weitere Hintergründe bietet MediaThor beim Thema Spielerschutz.
Eine Auszahlung kann zudem eine Identitätsprüfung voraussetzen. Der Ablauf hängt vom Anbieter und von regulatorischen Anforderungen ab, weshalb eine abgeschlossene Verifizierung Verzögerungen häufig vermeiden kann. MediaThor erklärt das Thema ausführlicher im Ratgeber zur Verifizierung und behandelt Zahlungsmethoden zusätzlich auf der Seite zur Online-Casino-Auszahlung.
Welcher Dienst passt zu welchem Zweck?
Paysafecard spricht vor allem Nutzer an, die Geld zunächst als Guthaben bereitstellen und ihre Online-Ausgaben klar vom normalen Bankkonto trennen möchten. Skrill wirkt flexibler, wenn eine E-Wallet regelmäßig für Händlerzahlungen, Überweisungen oder den Geldempfang verwendet werden soll. Neteller deckt einen sehr ähnlichen Bereich ab und bietet ebenfalls internationale Transfer-, Wallet- und Kartenfunktionen.
Die Entscheidung sollte deshalb nicht ausschließlich anhand eines einzelnen Prozentsatzes fallen. Häufigkeit der Nutzung, bevorzugte Einzahlungsmethode, Auszahlungsweg und verwendete Währungen spielen mindestens eine ebenso große Rolle. Nutzer sollten zudem berücksichtigen, dass Anbieter Gebühren und Limits jederzeit im Rahmen ihrer Bedingungen anpassen können.
Darauf sollte man vor der Auswahl achten
Ein kurzer Vergleich vor der Kontoeröffnung kann später unnötige Gebühren vermeiden. Besonders Wechselkurse und Auszahlungskosten werden leicht übersehen, weil sie bei einer normalen Händlerzahlung nicht unbedingt sichtbar werden. Auch ein selten genutztes Wallet sollte nicht einfach jahrelang mit Restguthaben liegen bleiben.
- Prüfen, ob der gewünschte Händler den Zahlungsdienst tatsächlich unterstützt.
- Aktuelle Einzahlungs- und Auszahlungsgebühren kontrollieren.
- Kosten für Währungsumrechnungen berücksichtigen.
- Inaktivitäts- oder Servicegebühren beachten.
- Verifizierungsanforderungen frühzeitig erledigen.
- Bei Glücksspielangeboten zusätzlich die deutsche Erlaubnis der konkreten Domain prüfen.
- Keine Zahlung allein deshalb als sicher betrachten, weil ein bekanntes Zahlungslogo angezeigt wird.
Die deutsche Glücksspielaufsicht weist ausdrücklich darauf hin, dass bei unerlaubten Angeboten Payment-Blocking gegen beteiligte Zahlungsdienstleister eingesetzt werden kann. Ein bekanntes Wallet-Logo ist deshalb kein Ersatz für die Prüfung des eigentlichen Anbieters. Die amtliche Whitelist bleibt bei Glücksspielangeboten die entscheidende Ausgangsbasis.
Fazit: Prepaid gegen zwei klassische Wallets
Paysafecard, Skrill und Neteller decken zwar teilweise dieselben Online-Zahlungen ab, sind aber keine identischen Produkte. Paysafecard bleibt die stärker auf Prepaid und kontrolliertes Guthaben ausgerichtete Variante, während Skrill und Neteller umfangreichere Wallet- und Transferfunktionen bieten. Die tatsächlichen Kosten hängen stark davon ab, wie Geld eingezahlt, ausgezahlt, übertragen oder zwischen Währungen gewechselt wird.
Skrill und Neteller liegen funktional näher beieinander als an Paysafecard. Nutzer sollten bei diesen beiden Diensten besonders die Gebühren für Bankauszahlungen, Geldtransfers und Währungsumrechnungen vergleichen. PaysafeWallet verdient dagegen einen eigenen Blick, weil sich Paysafecard damit deutlich von der klassischen Gutscheinlösung weiterentwickelt hat.

